Musikalische Jubiläums-Kaskade in Österreich

35 Jahre Partnergemeinde: Wittinger feiern mit Freunden in Wiesen

Freundschaften wollen gepflegt werden, besonders solche, die sich über weite Entfernungen entwickelt haben. Daher machte sich eine ansehnliche Abordnung aus den Reihen der Wittinger Schützengesellschaft, Freiwilligen Feuerwehr und des Ortsrates auf nach Österreich. Die dortigen Freunde hatten schließlich einiges zu feiern: Zum einen wurde im Dezember 1921 nach einer regionalen Abstimmung die endgültige Grenze des neuen Bundeslandes Österreichs zu Ungarn festgelegt. Zum anderen wurde Wittingens Partnergemeinde Wiesen 675 Jahre alt. Neben diesen beiden großen gab es noch weitere Jubiläen und Jahrestage zu feiern. 115 Jahre Gesangsverein, 75 Jahre Sportclub, 45 Jahre Musikverein, 40 Jahre Wiesener Gemeindewappen und nicht zuletzt 35 Jahre Freundschaftsvertrag Wiesen-Wittingen.

Besonders angesichts des letzten Punktes ließen sich die Wittinger also nicht vom langen Weg in Österreichs Berge abschrecken, nahmen die Einladung gerne an und machten sich vom 17. bis 19. September auf, die Freundschaft mit Leben zu erfüllen. Am Freitag wurden sie aufs wärmste im Wiesener Feuerwehrgerätehaus empfangen. Bürgermeister Matthias Weghofer, sein Vize Josef Habeler und Gemeindevorstand Christoph Ramhofer übernahmen den offiziellen Teil, die Herzlichkeit der Freunde den inoffiziellen.

Samstag folgte der Festakt in Wiesens Mehrzweckhalle mit Erinnerungen, Wünschen und Ehrungen. So erhielten die Feuerwehren je einen Wimpel anlässlich der offiziell seit 1986 bestehenden Freundschaft mit Wittingen, der Freundschaftsvertrag wurde erneuert und dem ehemaligen Stadtbürgermeister Wittingens Karl Ridder wurde die goldene Ananaserdbeere für Verdienste um die Marktgemeinde Wiesen verliehen. Für die musikalische Untermalung sorgten die traditionsreichen Gruppierungen im Musikverein Wiesen und Gesangsverein „Hoffnung Wiesen“. An den Kommers schloss sich ein gemütlicher Abend an, während dem die Freundschaft Wiesen-Wittingen auf persönlicher Ebene vertieft wurde. Alte und neue Bekanntschaften fanden sich zur Musik der Edelhof-Musikanten und regionalen Köstlichkeiten.

Sonntags machten sich die Festgäste frühs in Ausgehuniform fein, um dem Festgottesdienst beizuwohnen. Nach der Messe und einer nachgeholten Kranzniederlegung am Mahnmal besuchte man auch den Wiesen-Wittingen-Gedenkstein. Es folgte ein Frühschoppen im Feuerwehrgerätehaus wo auch wieder viel Gastlichkeit und Musik – dieses Mal von „Der Mayerin“ und Julia Anna – den Verlauf prägten. Während der Tag langsam ausklang, verabschiedeten sich die Wittinger von guten alten sowie manchen neuen Freunden und machten sich schließlich auf die lange Heimreise. Kleinere Delegationen machen diese Reise über das Jahr verteilt immer wieder. Die nächste große macht sich aber spätestens nächstes Jahr von Wiesen nach Wittingen auf, wenn die Feier zu 35 Jahren Freundschaftsvertrag hier auf deutscher Seite offiziell nachgeholt wird.

dt

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